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Über die Höhen und Tiefen im Au Pair Leben – Wera berichtet

Ich wollte euch mal von meiner Zeit als Au Pair berichten. Ich heiße Wera und komme aus Deutschland.

Bevor ich mich entschlossen habe nach Australien zu reisen, war ich auf der halben Welt unterwegs und als ich endlich zu Hause angekommen war, war es furchtbar für mich, ich hatte Fernweh bekommen. Ich hatte schon immer den Traum gehabt nach Australien zu reisen und dort jede Ecke zu erkunden und dann habe ich mich getraut und meine Chance war genommen.

Um meine Reise zu finanzieren, habe ich eine Gastfamilie über das Internet auf www.aupairworld.com gesucht und eine ganz nette auch gefunden. Ich wollte die Sprache besser lernen und die Sicherheit haben, dass ich nicht ganz allein bin falls etwas passiert. Zu nächst hat meine Gastfamilie mit ihren 3 Kindern (ja das war eine Herausforderung) in der Nähe von Sydney gewohnt, nah am Meer, neues Haus, hörte sich alles toll an aber nach dem ich den Vertrag unterschrieben hatte, sind sie wegen der Arbeit nach Canberra gezogen und ich mit ihnen.

Canberra ist sehr ruhig und ich hatte es nicht so leicht Freunde in meinem Alter zu finden, da ich damals schon 29 Jahre alt war und mich wie die älteste Au Pair in ganz Australien gefühlt habe. ? Aber dank Facebook habe ich großartige Menschen kennen und lieben lernen dürfen. Wir haben uns mit vielen anderen Au Pairs und Backpackern getroffen und ausgetauscht.

Ich hatte einige Schwierigkeiten mit meiner Familie aber wir haben uns so weit gut verstanden. Ich stand nicht immer hinter der Erziehung der Eltern, da die Kinder es mir mit ihrem Verhalten manchmal echt Schwierigkeiten gemacht haben. Mir wurde auch am Anfang gesagt, dass ich nur ca. 20 Stunden pro Woche arbeiten müsste aber das war leider nur Pustekuchen. Die Kids waren oft krank und ich haben den ganzen Tag mit ihnen verbracht ohne extra Bezahlung. Ich habe das Haus so geputzt wie es vereinbart war und da wurde sich auch am Ende meiner Zeit mit der Familie, darüber beschwert das dies viel zu wenig wäre. Da wir eigentlich ein recht gutes Verhältnis zueinander hatten und wir auch miteinander reden konnten, haben mich manche Aussagen schon geärgert und auch verletzt aber ich konnte über den Dingen stehen und hab es auf sich beruhen lassen.

Um ein bisschen mehr cash rein zu bekommen habe ich kleine Jobs angenommen, ich habe Häuser geputzt, bei Feiern Speisen und Cocktails serviert, Deutsch Unterricht gegeben und in Restaurants gejobbt. Manche Jobs habe ich bei Facebook gefunden, mache durch Empfehlungen bekommen. Wenn ich eine Arbeit bei einer privaten Person angenommen habe, habe ich meinen Standort und den Namen der Person immer an eine Freundin geschickt, im Falle etwas könnte mir passieren, dass würde ich euch sehr ans Herz legen!

Ich hatte gute Erfahren mit meinen Jobs aber ich denke auch aufgrund meines Alters hatten die Menschen mehr Respekt vor mir. Von meinen Freundinnen und anderen Au Pairs die sich mir anvertraut haben, habe zum Teil unschöne Geschichten gehört z.B. das sie nicht bezahlt werden, das Vereinbarungen nicht eingehalten werden. Der Zustand des Hauses krankheitserregend ist oder das sie einfach Angst vor der Gastmutter oder den Gastvater haben. Das ist aber der Ausnahmefall und wir haben hier in Australien eine gute Community bei Facebook, so das man nie alleine gelassen wird. Da kamen mir unsere Streitereien recht klein vor. Viele meiner Freundinnen haben die Familien gewechselt, weil sie unzufrieden waren und sind in andere Städte gezogen. Ich habe meine 6 Monate bei der Familie verbracht und probiert sie so schön wie möglich zu gestallten.

Wir haben probiert so viel wie möglich zu reisen als wir noch in Canberra waren, wir haben Trips nach Sydney, Melbourne, Great Ocean Road, Adelaide, Woolongong, Jervis Bay und an die umliegenden Küsten gemacht, um einfach auch mal raus zu kommen, da hatten wir Julia an unserer Seite von Time To Backpack die sich um uns gekümmert hat und uns toll insider Tipps gegeben hat.

Als meine Au Pair Zeit in Canberra nun fertig war, wusste ich, dass ich hierbleiben möchte und zwar für länger. Das war sehr schwer für meine Familie aber ich habe mich in dieses Land verliebt. Zunächst wollte ich mit Freunden reisen aber all unsere Pläne haben sich geändert in der Zwischenzeit. Also startete ich mein Abenteuer allein und bereiste die Ostküste. Ich war sehr froh, dass ich wieder Unterstützung bei der Planung meiner Reise hatte. Ich habe wundervolle Menschen auf meiner Reise kennen gelernt, die schönsten Orte der Ostküste besucht und die beste Zeit gehabt.

Nach meinem Abenteuer ging ich zurück nach Canberra, da jemand auf mich dort gewartet hat und ich wollte ein neues Kapitel beginnen ?Da musste ich wieder von vorn anfangen und mir Freunde suchen. Ich habe hier meine beste Freundin kennen gelernt, das ist Julia bei der ich all meine Reisen gebucht hatte aber sie nie vorher kennen gelernt hatte und nun sind wir unzertrennlich.
Meine Au Pair Zeit hat mir viele unvergessliche Momente, Herausforderungen und liebende Menschen gebracht, die ich nicht mehr missen möchte.

Wera Miro